Sonntag, 12. April
13 – 18 Uhr
Vorstand
Am 12. April trafen sich in Dornhan die vom Wetter nicht abgeschreckten Wanderer vom Albverein Sulz, dem Natur- und Wanderverein Bösingen sowie dem Schwarzwaldverein Dornhan. Quasi traditionell veranstalten die drei Vereine im Wechsel die Wanderung zum Baum des Jahres und in diesem Jahr war „Dornhan“ an der Reihe, den Baum zu pflanzen und eine Wanderung zu organisieren.
Am Treffpunkt ZOB in Dornhan starteten mehr als 50 Teilnehmer unter leichtem Regen, wichtigstes Utensil dabei: Regenschirme. Zuerst führte die Strecke zum Wasserwerk in Brandeck. Dort erläuterte Hans Lampprecht (Wassermeister im Ruhestand und Ehrenvorsitzender im Schwarzwaldverein Dornhan) zuerst, woher das Wasser kommt: nämlich nicht aus dem Heimbach, sondern aus Quellen im Heimbachtal. Zudem erfuhr die Gruppe wieviel Wasser aus den Quellen reinkommt und wohin es verteilt wird. Bei einer Führung durch das Wasserwerk war zu erfahren, welche Reinigungsstufen unser Leitungswasser durchwandert und wie die mechanische Enthärtung funktioniert.
Interessantes Detail, besonders für die Gäste aus Bösingen: die Gemeinden Bösingen und Beffendorf sind es, auf die die Gründung der Heimbach Wasserversorgung zurückgeht – sollte doch mit dem hiesigen Wasser deren Versorgung sichergestellt werden.
Weiter ging es dann nach Busenweiler zur frisch gepflanzten Zitterpappel, die – trotz Regen – feierlich per Gießkannenschüttung durch die Vereinsvorsitzenden offiziell in Betrieb genommen wurde. Informationen zur Zitterpappel gab es dann von Stephan Blocher – dem Reiseleiter und Vorsitzenden des Schwarzwaldverein Dornhan. Das Holz hat viele Einsatzgebiete – vom Streichholz, über Sperrholz, Snowboards bis hin zum Instrumentenbau. Früher wurden zudem auch Blätter (wegen Vitamin C) und Rinde (wegen der Salicyle) genutzt.
Dann ging es zur Stärkung mit Kaffee und Kuchen ins gute beheizte Dorfgemeinschaftshaus von Busenweiler. Während der Pause war das Heimat- und Schindelstüble zu besichtigen, was von mehreren Gruppen genutzt wurde. Dort erzählte Gerlinde Reich den Interessierten über historische Werkzeuge im Allgemeinen und das Schindelmachen im Besonderen. Früher gab es in Busenweiler viele Schindelmacher, die im Winter Schindeln fertigten, um diese im Sommer an Häuser zu nageln – und das in weitem Umkreis. Auch interessant: zur Unterhaltung diente früher ein biologisches Kofferradio: es wurden Vögel in Käfigen gehalten, um der Stille aus dem Weg zu gehen.
Frisch gestärkt trennte sich die Gruppe und unter Führung von Mandy Blocher wurde die „kleine Runde“ abgeschlossen, also direkt nach Dornhan zurückgewandert. Die große Runde über Betzweiler und Gundelshausen fand ebenfalls viele Teilnehmer. Sie trafen etwa eine ¾ Stunde später in Dornhan ein – nach kurzem Zwischenstopp an der Kräuterschnecke des Schwarzwaldverein Dornhan. Im Restaurant La Perla wurde der Tag mit einem gemeinsamen warmen Abendessen beendet.
Auch wenn das Wetter überwiegend den Schirmen in die Karten spielte, so war die Stimmung gut. Das Programm als Ganzes wurde gelobt, ebenso das Team, welches die Gäste mit Kaffee und Kuchen versorgte.
Zuletzt ein Dankeschön an die Mitwirkenden
– dem städtischen Bauhof, der den Baum (rechtzeitig) pflanzte
– das Team im Wasserwerk
– Frau Reich fĂĽr Infos im Heimat- und SchindelstĂĽble
– und den vielen Teilnehmern, die dem Wetter tapfer getrotzt haben.













